Signale für Missbrauch

Missbrauch sieht man Kindern oft nicht an

Es gibt keine spezifischen Merkmale oder Signale, die eindeutig auf sexuellen Missbrauch schließen lassen.

Denn körperliche Folgen eines Missbrauchs, die von Erwachsenen entdeckt werden könnten, treten eher selten auf. Dennoch sollten folgende Verletzungen aufmerksam machen und abgeklärt werden: Unterleibsverletzungen, Blutergüsse und Bisswunden im Genitalbereich sowie Geschlechtskrankheiten.

Alle betroffenen Mädchen und Jungen versuchen aber, sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den sexuellen Missbrauch zu wehren. Auch wenn viele sich nicht trauen, über den Missbrauch zu sprechen, können Erwachsene häufig aufgrund von Verhaltensänderungen des Kindes auf die traumatischen Erlebnisse aufmerksam werden. Verhaltensauffälligkeiten oder Verhaltensänderungen bei Kindern sind sehr unterschiedlich – zudem treten sie nicht immer auf. Dies können sein: Angstzustände, körperliche Schmerzen, Schlafstörungen, Schlafen in Straßenkleidung, nicht altersgemäßes Sexualverhalten, Rückzug, Schulversagen oder auch umgekehrt plötzlich extreme Leistungsorientiertheit, aggressives Verhalten gegen sich selbst oder andere, Essstörungen oder andere Möglichkeiten.

Wichtig: Verhaltensauffälligkeiten können aber immer auch andere Ursachen (z.B. Schulstress oder andere Gewalthandlungen) haben! Erwachsene sollten daher grundsätzlich jede Veränderung ernst nehmen und ihr auf den Grund gehen.