Missbrauch und Internet

Missbrauch in der virtuellen Welt

Im Internet können Jungen und Mädchen leicht mit pornografischen oder sogar kinderpornografischen Inhalten konfrontiert, beleidigt oder sexuell belästigt werden. Sexuelle Beleidigungen untereinander sind häufig auch Teil des Cybermobbing.

Vielen Kindern und Jugendlichen ist nicht bewusst, dass sich Erwachsene im Internet bisweilen als Gleichaltrige ausgeben, um auf diese Weise schlimmstenfalls einen realen Missbrauch anzubahnen (das sog. Cyber-Grooming). Zudem gehört es für viele junge Menschen schon fast dazu, dass im Netz freizügige Fotos veröffentlicht werden, um anderen zu imponieren. Dadurch steigt das Risiko, belästigt zu werden.

Das können Erwachsene tun, um Kinder und Jugendliche vor Belästigungen im Internet zu schützen:

  • Kinder begleiten!
    Suchen Sie mit Ihren Kindern geeignete Internetangebote aus, bieten Sie altersgemäße Hilfe bei der Nutzung dieser Angebote, vermitteln und vereinbaren Sie Sicherheitsregeln.
  • Schwierigkeiten besprechen!
    Anfeindungen, Belästigungen oder problematische Inhalte können Kinder und Jugendliche belasten und überfordern. Haben Sie ein offenes Ohr für „Online- Probleme“.
  • Auffälligkeiten und Verstöße melden!
    Sichern Sie Beweise für jugendgefährdende und strafbare Inhalte im Internet und wenden Sie sich damit an die Seiten-Betreiber, die Polizei oder an die Meldestellen: hotline@jugendschutz.net und www.internetbeschwerdestelle.de

Auch wenn es gut gemeint ist: Erwachsene sollten im Netz nicht nach kinderpornografischen Seiten suchen und diese sichern, um diese beispielsweise der Polizei zu melden. Denn dadurch können Sie sich unter Umständen strafbar machen. Wenn Sie zufällig einen solchen Inhalt entdecken, melden Sie diesen sofort der Polizei.

Diese Tipps sollten Kinder und Jugendliche kennen (Seite 41).

Informationen zur Mediensicherheit für Eltern und Kinder finden Sie unter www.kinder-sicher-im-netz.de.