über Missbrauch sprechen

Kindgerecht über Missbrauch sprechen

Mit Kindern über sexuellen Missbrauch sprechen? Für Eltern und Erziehungsverantwortliche ist das eine besonders schwierige Aufgabe. Dabei ist ein offener Umgang, ohne Schuldzuweisungen, ohne vorschnelle Verurteilung von Beteiligten und ohne falsch verstandenes Schamgefühl, eine wichtige Voraussetzung, um sexuelle Gewalt an Kindern zu stoppen. Erwachsene, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, sind eher in der Lage, Missbrauch zu erkennen und damit den ersten Schritt zur Opferhilfe zu tun.

Es ist möglich, kindgerecht über Missbrauch zu sprechen und Kindern wichtige Informationen an die Hand zu geben. Wie Sie dies tun können, erfahren sie hier. Den Einstieg in dieses Gesprächsthema können auch Bilder- oder Sachbücher erleichtern.

Stärken Sie Kinder mit diesen Botschaften:

  • Dein Körper gehört Dir!
    Wenn Berührungen für Dich blöd oder komisch sind, dann darfst Du „nein“ sagen, denn niemand hat das Recht, Dich gegen Deinen Willen anzufassen.
  • Trau Deinem Gefühl!
    Wenn jemand Dir schlechte Gefühle macht, dann darfst Du Dich wehren. Es gibt gute und schlechte Geheimnisse! Schlechte Geheimnisse werden Dir aufgezwungen und sind eigentlich gar keine Geheimnisse. Du darfst sie weitersagen. Das ist kein Petzen. Und die angedrohten Folgen musst Du nicht fürchten.
  • Du darfst „nein“ sagen!
    Auch Erwachsene machen manchmal Blödsinn und verlangen von Kindern etwas, das Kindern Angst macht, ihnen weh tut oder ganz komische Gefühle macht. Dann dürfen Kinder „nein“ sagen und brauchen das nicht zu machen.
  • Du darfst Dir Hilfe holen!
    Manchmal ist es zu schwer, sich alleine zu wehren. Dann dürfen Mädchen und Jungen sich Hilfe holen. Manchmal willst Du Deiner Mutter oder Deinem Vater nicht alles sagen, deshalb ist es wichtig, dass Du Dir überlegst, welche anderen Kinder oder auch Erwachsenen zu Dir halten werden, wenn Du Hilfe brauchst. Wende Dich an sie und vertraue Dich ihnen an.

schauen Sie genau hin